Fidus
Bürgerlicher Name:
Geboren:
Gestorben:
Hugo Reinhold Karl Johann Höppener
08.10.1868 in Lübeck
23.02.1948 in Woltersdorf bei Berlin
- Kurzbiographie -

Nach seiner Schulzeit zog es Hugo Höppener, Sohn eines Konditors, zu einem Kunststudium nach München, unter anderem bei dem Maler und „Natur-Apostel” Karl Wilhelm Diefenbach, welcher ihn dann auch mit der neu entstandenen Freikörperkultur (→ damals noch: Nacktkultur) in Berührung brachte.

Den Beinamen „Fidus” (der „Getreue”) erhielt Hugo Höppener, nachdem er eine Gefängnisstrafe seines Lehrmeisters Karl Wilhelm Diefenbach freiwillig übernahm. Diefenbach wurde wegen »unzüchtigen Aufsehens« zu einer Gefängnisstrafe von acht Tagen verurteilt, weil er auch in der Öffentlichkeit gern auf jegliche Bekleidung verzichtete.

Motive der Freikörperkultur prägen dann auch seine Werke und wurden zum Schwerpunktthema. Der nackte Mensch in freier Natur, im Motive meist gestreckt, um dem Begriff »frei« mehr Ausdruck zu verleihen. So ist es wohl auch kein Wunder, dass sein wohl populärstes Werk, sein „Lichtgebet”, in mindestens elf verschiedenen Variationen erschienen ist und auch heute noch in einer Version als ein Symbol der FKK genutzt wird.

1932 trat Fidus in die NSDAP ein und erhielt kurze Zeit später die Ehrendoktorwürde, obwohl seine Kunst als »nicht zeitgemäß« und »kitschig« galt - umso gefragter sind seine Werke heute.



© unter CC-Lizenz: Marcus Cyron → via Wikipedia
Hugo Höppener starb 1948 in seinem Haus in Woltersdorf an Unterernährung.

Das „Fidus-Haus” in der Köpenicker Straße 46 in Woltersdorf. Das Wohn- und Atelierhaus wurde von
1908 bis 1910 nach einem Entwurf von Fidus im Heimatstil erbaut. Das Haus wurde von 1996 bis 1998
renoviert.

Weiterführende Informationen zu Fidus:
Fidus-Museum
Wikipedia - Fidus
Berlinische Galerie, Museum für moderne Kunst (Teilnachlass)
Fidus-Projekt - Fidus und seine Aufenthalte in der Schweiz
Bericht über die Wiedereinweihung des Fidus-Denkmals am 21.10.2017 ...
... bitte → HIER weiter lesen.

Das Denkmal befindet sich in der Schleusenstraße, gegenüber der Abzweigung Parkstraße.
Info-Tafeln
Mit kurzen Beschreibungen zum Leben und
Wirken von Hugo Höppener (Fidus).
Fidusallee
Die Fidusallee befindet sich in unmittelbarer
Nähe von dem Wohnhaus von Hugo Höppener
Grabkreuz
Hugo Höppener wurde auf dem Friedhof in
Woltersdorf begraben → August-Bebel-Straße
Aufnahme aus dem Jahr 1914 im Fidus-Haus.
Fidus mit seiner ersten Frau Elsa († 1915, links) und der Schriftstellerin
Gertrud Prellwitz (1869-1942, rechts). Im Vordergrund Sohn Holger (1902-?).
 In Woltersdorf auf den Spuren von Fidus:


Belege aus dem Besitz von Hugo Höppener → Originale im Besitz des FKK-Museums

Zeitungsbeleg
Juni 1942

Feuerwehrbeitrag
Juni 1942

Fernsprechrechnung
März 1942

Kurtaxe
Mai 1937

Kohlerechnung
April 1942



Vater kommt
➔ „Vater kommt”

Alter Kalenderdruck (Kunstdruck) aus dem Nachlass
von Fidus.
Dieser Kunstdruck stammt aus dem Kalender „Kunst
und Leben” - Fritz Heyder Verlag.

Größe: 23,5 x 16 cm
Fortlaufende Nummer 153

Familie

Neues Leben

Seefahrt

Junges Paar

Das Lichtgebet

Das Lichtgebet

Neue Bläue

Die Wasserrosen

Vom Himmel

Lianenschaukel

Schlingpflanzen

Auf der Klippe

Anbetung der Hirten

Der Undankbare

Du sollst nicht töten

Schwüle

Sonnenwanderer

Fidus-Haus
 
Nach Hause